Other people rather want to be somewhere else. That's where i am.
Tja, dafür also der ganze Aufwand.
Wäre ich arbeitslos, könnte ich den ganze Tag gemütlich mit ’nem Bier auf dem Sofa hocken und Olympia gucken. Noch besser, wäre ich in Deutschland arbeitslos, könnte ich mit ’nem deutschen Bier in der Hand sitzen und auch mal Wett-kämpfe ohne chinesische Beteiligung sehen. Oder wenigstens mal die Cheerleader beim Beachball.
Bei dreißig parallel laufenden Veranstaltungen kommen hier im Fernsehen zum Großteil Wiederholungen der Goldmedaillensieger vom Vortag und ausführliche Dokumentationen über deren Werdegang (jung gescoutet, Training, Gold) und gerade einmal drei Live- Entscheidungen im Fernsehen. Wobei der Begriff „Live“ hier auch relativ locker interpretiert wird, bei dem Basketballspiel China gegen Weltmeister Spanien, war die Verlängerung vorbei, bevor sie richtig angefangen hatte. Solange China am Sieg dran war, wurde alles gezeigt, 10 Punkte in Folge für Spanien wurden einfach rausgeschnitten und zack, wusste man auf einmal gar nicht mehr, was los war. Aber aus widersprüchlichen Tatsachen nur dasjenige rauszupicken, was einem genehm ist, ist ja Volkssport.
Ich Trottel hätte vielleicht auch mehr von Olympia, wenn ich in Peking im letzten Jahr häufiger in den dortigen auslandsdeutschen Kreisen Anschluss gesucht hätte. Deutsche Botschaft, Adidas, VW! Alles potenzielle Kartenverschleuderer. Stattdessen blutet mein Zuschauerherz beim Anblick der leeren Tribünen und mein Schwabenherz bei den Schwarzmarktpreisen.
Habe ich mir halt gestern ein Tangshaner Ananasbier geholt, auch so eine zwiespältige Sache